Ein letztes Mal: Blue Wings reisen zum Saisonabschluss zu den Pioneers

Schneller als gedacht neigt sich die Football-Saison bereits wieder dem Ende zu. Nach einem durchwachsenden aber dennoch beachtlichem Debüt in der Regionalliga Nord leiten TV-Jahns Footballer nun das Finale ein. Nach äußerst gegensätzlichen Leistungen in den vergangenen Wochen (33:18 vs. Pioneers; 19:26 @ Blue Devils) treffen die Autostädtler im dritten Spiel in Folge wieder auf ein Hamburger Team. Nach nur sieben Tagen geht es erneut in den hohen Norden zum Rückspiel bei den Hamburg Pioneers, welche mit den Wolfsburgern ebenfalls noch ein Hühnchen zu rupfen haben und sich aktuell in einer schwierigen Situation befinden. Die Blue Wings konnten den Klassenerhalt trotz der jüngsten Niederlage zwar absichern, sind mit der Leistung jedoch keineswegs zufrieden und wollen Wiedergutmachung leisten. Aktuell verweilt die Mannschaft noch auf dem dritten Tabellenplatz und möchte diesen auch nicht wieder hergeben, theoretisch ist aber auch noch ein Absturz auf den vorletzten (6.) Platz möglich. Mal wieder haben es die Wolfsburger selbst in der Hand, aber es wird definitiv nicht einfach. Kickoff ist am Samstag erst um 18 Uhr im Hamburger Stadtpark am Jahnring 26.

Die Pioneers stehen derzeitig mit dem Rücken zur Wand, da sie sich auf dem letzten Tabellenplatz befinden und nicht so wirklich aus dem Loch herauskommen. Nach dem erfolglosen Hinspiel in Wolfsburg folgte die nächste Niederlage gegen die Bremerhaven Seahawks (19:41). Mittlerweile haben sich ganze sieben Niederlagen angesammelt, zumal auf dem Heimfeld noch kein einziger Sieg eingefahren werden konnte. Im Kampf um den Klassenerhalt brauchen die Pioneers nicht nur einen Sieg, sondern sind auch noch auf Schützenhilfe angewiesen. Den beiden Tabellennachbarn Hamburg Blue Devils und Braunschweig Lions II stehen nämlich noch zwei Spiele bevor, um sich mit einem Erfolg abzusichern. Dementsprechend werden die Gastgeber Vollgas geben und keineswegs zurückstecken, denn sie haben nichts zu verlieren.

Volle Power voraus! Die Blue Wings wollen die Saison mit einem Erfolg beenden.                                                                                                         Quelle: Michael Glietsch

Bei den Blue Wings sollten derzeit schon die Alarmleuchten angehen, die vergangene Woche bereits eine große Chance gegen das damalige Schlusslicht – Hamburg Blue Devils – haben liegen lassen. Nun haben die Pioneers die rote Laterne und die Misere soll sich nicht wiederholen. Grundsätzlich gibt es für Wolfsburg nichts mehr zu holen, dennoch soll ein angemessener Saisonabschluss her. „Das letzte Spiel der Saison ist immer etwas Besonderes“ betont Defence-Coordinator Stefan Korten und fügt hinzu: „Niemand nimmt so eine lange Fahrtstrecke auf sich, um sich dann verprügeln zu lassen“. Somit steht auf jeden Fall fest, dass sich die Blue Wings keinesfalls schonen werden, da die Spieler in diesem Jahr die letzte Chance haben, sich auf dem Feld zu beweisen. Das Ziel steht fest: Den dritten Platz mit einer ausgeglichenen Bilanz halten. Für das erste Jahr in der Regionalliga wäre dies ein fantastisches Ergebnis, aber muss die Mannschaft auf dem Spielfeld auch entsprechend arbeiten.

„Wir wollen den Ton angeben“ kommentiert Offense-Coordinator Torsten Schitting und gibt eine klare Richtung vor: „Wir dürfen erst gar nicht in Rückstand kommen und müssen unsere Chancen besser ausnutzen“ fordert Schitting und weist zugleich darauf hin, dass sowohl Offense als auch Defense abliefern müssen. „Das ist eine Teamleistung!“. Die Mannschaft hat sich zwar bestmöglich auf das Spiel eingestimmt, jedoch wird dieses auch von einigen Schatten überdeckt. Einerseits ist Headcoach Stefan Trienke gesperrt, andererseits macht sich die Abwesenheit einiger Spieler im Feldlazarett bemerkbar. Zudem hinterlässt der Abgang von Defense-Captain Michel Müller eine tiefe Kerbe. Der 30-jährige Veteran beendet seine Karriere nach 12 Jahren aus persönlichen Gründen und kann am letzten Spiel bereits nicht mehr teilnehmen. Müller ist dabei einer der Spieler, der sich nach kurzer Jugendspielzeit zu einer festen Größe innerhalb des Herrenkaders etablierte. Dabei hat er nicht nur die Defense zu großen Teilen geprägt, sondern auch an die komplette Entwicklung von der Verbandsliga (5. Liga) bis jetzt in die Regionalliga mitgelebt. Daher ist es der Mannschaft umso wichtiger, für alle abwesenden Leute einzustehen, die an diesem Spieltag nicht anwesend sein können. Ein letztes Mal in dieser Saison heißt es also: Alles geben! GO BLUE!